Warnstreik in Tübingen und Freiburg ausgesetzt!

Arbeitskampf findet in dieser Woche nicht statt

07.11.2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Streikdruck wirkt. Die Arbeitgeber sind hochgradig nervös geworden. Sie haben in Tübingen und Freiburg bei Gericht eine einstweilige Verfügung beantragt, um den Streik zu verhindern. D.h. sie versuchen mit all ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, den Streik gerichtlich zu untersagen. Anstatt an einer Lösung mit uns gemeinsam zu arbeiten und endlich dafür Sorge zu tragen, dass Beschäftigte so arbeiten können, dass die Arbeit sie nicht krankmacht.

Bevor ein unbeteiligtes Gericht möglicherweise entscheidet, dass der Warnstreik am 08./09.11.2017 unrechtmäßig ist, und wir damit Kolleginnen und Kollegen in einen möglicherweise unrechtmäßigen Streik aufrufen, haben wir entschieden, dass wir die Streikvorhaben in dieser Woche aussetzen. Dies erfolgt besonders zum Schutz aller streikbereiter Beschäftigten als auch unserem Gesamtvorhaben einer tariflichen Regelung für mehr Personal und Entlastung am Uniklinikum. Um eine juristische Auseinandersetzung um die Zulässigkeit des Streiks zu vermeiden, als auch die Bewegung für mehr Personal nicht zu gefährden, ist die Aufschiebung des Warnstreikes für uns der beste Weg.

Die Arbeitgeber haben offenkundig keine Ahnung mehr, was auf den Stationen los ist. Anstatt mit uns an Lösungen für die permanente Unterbesetzung zu arbeiten, suchen sie juristische Formfehler. Es geht nicht um Paragrafen, es geht um Menschen. Menschen, die gepflegt werden, und Menschen, die diese Pflege unter immer schlechteren Bedingungen tagtäglich leisten. Mit ihrem Vorgehen haben sie die Arbeitgeber keinen Gefallen getan: Auf den Stationen brodelt es gewaltig.

Wir lassen die Arbeitgeber nicht aus ihrer Verantwortung. Am Freitag werden wir in der Verhandlungskommission das weitere Vorgehen beraten. Wir informieren euch umgehend. Der Kampf um mehr Personal geht jetzt richtig los.

Es bleibt dabei: Mehr von uns ist besser für alle!


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ViSdP: Irene Gölz, ver.di Baden-Württemberg, Fachbereich 3, Theodor-Heuss-Str. 2/1, 790174 Stuttgart