Tarifrunde Entlastung

So geht es für uns Azubis weiter

17.11.2017

Kolleginnen und Kollegen,
wie ihr ja sicher schon wisst, haben die Unikliniken versucht, unsere Streikbereitschaft durch eine einstweilige Verfügung zu schwächen. Begründet haben sie dies u.a. damit, dass wir ja einen Tarifvertrag zur Ausbildungsqualität (TV AQ) haben – dessen verbindliche Regelugen die Uniklinken tagtäglich nicht einhalten! Wir haben in der letzten Woche die Entscheidung treffen müssen, die für den 8. und 9. November in Tübingen und Freiburg geplanten Streiks vorsorglich abzusagen. Doch wir geben nicht auf, drücken jetzt die Reset-Taste und gehen noch einmal auf „Los“.
Deshalb haben wir den Arbeitgeberverband Uniklinika (AGU) am 16.11. erneut zu Tarifverhandlungen aufgefordert und zwar so:

Wir fordern einen Tarifvertrag zu Mindestbesetzungen und Konsequenzenmanagement.
Darin sind insbesondere zu regeln

  1. eine Mindestpersonalausstattung sowie
  2. sichernde Maßnahmen, wenn diese nicht eingehalten werden.

Wir haben uns entschieden, keine spezielle Forderung mehr für uns Azubis zu stellen, um ein Restrisiko auszuschließen. Doch eines ist klar: die wichtigste Forderung für uns sind mehr Pflegefachkräfte auf den Stationen, in den OPs und den Funktionsdiensten. Nur so können die verbindlichen (!) Regelungen des bundesweit einzigen Tarifvertrages Ausbildungsqualität überhaupt
eingehalten werden: z.B., dass uns mind. 7,5 (OTA, ATA, Hebammen) bis 10 % (GuK, GuKK, KPH) der wöchentlichen Einsatzzeit als Praxisanleitung zusteht.
Wir machen weiter nach dem Motto: Mehr von euch Pflegefachkräften ist besser für uns Azubis und bleiben wichtiger Teil der Bewegung. Dazu mehr in Kürze.
Wir haben dem Arbeitgeberverband den 20. und 21.11. als mögliche Verhandlungstermine angeboten.
Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug.
Wir informieren euch umgehend über deren Reaktion.
Eure Jugendtarifkommission.


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ViSdP: Irene Gölz, ver.di Baden-Württemberg, Fachbereich 3, Theodor-Heuss-Str. 2/1, 790174 Stuttgart